Wie viele Creme muss man haben um keine Falten zu kriegen.

Wie eine Frau mit zehn Jahren Erfahrung in Sachen Cremen und Seren, sage ich es so – egal wie viele Creme man hat, die Falten gibt es trotzdem (ungefähr ab 30). Meine persönliche Reise hat in der Drogerie angefangen, dann ging es durch Amazon, Douglas und Sephora, direkt zum Dermatologe und Apothekenmarken. Ans Ziel bin ich noch nicht angekommen, aber kann schon Zwischenergebnisse berichten. Und natürlich Tagescreme ist nicht gleich Abendcreme, dann noch was für Augenpartie, und selbstverständlich, abschminken, reinigen und tonisieren, zwei mal die Woche Maske. Alles mit Collagen, Retinol, Hyaluronsäure, und Auszüge aus den Krallen des afrikanischen Storchs. Alles schön verpackt und am besten Bio. Das macht zusammen sehr viele Döschen je 30 oder 50 ml, oft aus Plastik.

Was kann ich erzählen. Das hat Geld gekostet. Und sehr viel Zeit, weil beim Versuch eine ideale Creme zu finden, werden zahlreiche Foren, Blogs und Bewertungen durchgelesen und alle einigermaßen bekannten Youtube Blogger angeschaut. Dann kommt man an dem Punkt, wo man Chemie besser kennt, als in die Schulzeiten. Man weiß wie all die Silikone und Konservierungsstoffe heißen, die man in Pflegeprodukten finden kann. Und dass Parabene und Phtalaten schädlich sind, wie die heißen weiß man auch schon.

Mittlerweile ist man 30 und Falten, wie gesagt, gibt es trotzdem, keine große, zum Glück, dafür ist die Zeit noch nicht gekommen. Was hilft dann und was bleibt im Badezimmer? Sport hilft. Auch wenn es nur ab und zu und nicht wirklich profimäsig. Richtige Ernährung hilft. Wasser (b.w. Kräutertee) trinken hilft. Sich pflegen hilft auf jeden Fall aber ohne Fanatismus. Eine Creme oder zwei (für Morgens und Abends) zu benutzen, entscheidet man, natürlich, selber. Mir reicht eine, die nicht ganz fettig ist. Und noch eine für Augenpartie. Man kann auch ganz ohne Creme gehen, dafür natürliche Öle benutzen, wie zum Beispiel Argan -, Jojoba-, Rosenhip- oder Mandelöl – die alle sind Goldwert in Sachen Hautpflege. Oder noch besser konbiniert man eine gute Creme mit einem passendem Öl.

So…Wir haben schon 1-2 Creme und ein Pflegeöl dazu. Dann ein Serum (bei mir mit Vitamin C, aber man kann auch ganz ohne Seren gehen, wenn man eine problemlose Haut hat). Für abschminken braucht man eigentlich keine Extras, Öle machen es super. Zum Reinigen nehme ich eine Seife (in Bioläden gibt es viele gute), zurzeit ist es Aleppo Seife mit Olivenöl. Peeling kaufe ich mir auch nicht, weil es super einfach zum Selbermachen ist. Die Zutaten dafür gibt es in jedem Haushalt – Kaffee, Meersalz und noch mal Öle. Hier kann man etwas günstiger gehen und Olivenöl benutzen. Statt Gesichtswasser nehme ich inzwischen Rosenhydrolat, was viel natürlicher und oft billiger ist. Auf Masken verzichte ich auch nicht. Reinigungsmaske mische ich mir aus Heilerde und Wasser, dazu kommt noch eine Pflegemaske. Sonnenschutzcreme darf auch nicht fehlen, oder eben Tagescreme mit Schutzfaktor.

So kommt man ungefähr auf 5 Produkten, je nach Jahreszeiten und dem Zustand der Haut, was nicht wenig ist, aber wie gesagt, man ist noch nicht am Ziel. Vielleicht zum 40-ten Geburtstag wird es weniger.

Hygge

Hygge ist ein dänisches Wort, übersetzt heißt es „Gemütlichkeit“, oder auf Englisch „Cosiness“. Es geht eigentlich um einen Lebensstil, den die Skandinavier kultivieren. Ausgesprochen wird es auf tausend Art und Weisen, weil so gut wie kein Mensch Dänisch kann. Richtig ist wahrscheinlich „Hüge“.

Dieses Wort wird im Herbst und im Winter besonders aktuell. Wenn ich ein Bild zum Thema Hygge malen würde, wäre es so – wenig Licht, am besten nur ein paar Kerzen, eine große Tasse Kaffee oder Tee, hausgemachtes Essen, viele schöne Bücher, gute Musik und ein Paar Menschen, die man gern hat. Das Ganze soll natürlich abends stattfinden. Jedes Unwetter ist gewünscht – Schnee, Regen und so weiter, das trägt dann zur Atmosphäre bei. Dazu gehören auch Ikea Kissen, warmen Decken, Pullis und Omas Wollstrümpfe, vielleicht auch Wein. Dann redet man mit einander ganz nett. Oder versucht es mindestens. TV bleibt aus oder spielt den Hintergrund. Dafür gibt es Musik.

Wer das versuchen will, sollte:

– Ein Buch lesen, nämlich „The little book of Hygge: The Danish way to live well” by Meik Wiking. Da gibt es zahlreiche Tipps, wie man den Raum organisiert, das richtige Licht, gemütliche Atmosphäre aufbaut, so dass auch Herbst und Winter Spaß machen. Das Ganze ist mehr als machbar auch ohne großer Aufwand und Geldinvestitionen. Der Autor ist übrigens der Forscher aus Happiness Research Institute (Kopenhagen), die einzige Uni in der Welt, die sich mit dem Thema Glück auseinandersetzt. Und das Buch ist sehr schön an sich, feine Illustrationen, schöne Texte, einfach schön in die Hand nehmen

– Kerzen, Kaffee, Tee, Schokolade und Omas Wollstrümpfe besorgen.

– Schönes Wetter abwarten, aber es gibt sowieso langsam keins mehr.

Wer gern liest, der braucht Stimmungsbücher. Gleich ein Paar Tipps. „Ein Zuhause am Ende der Welt” Michael Cunningham , Schloss aus Glas (Jeannette Walls), Zusammen ist man weniger allein. (Anna Gavalda), Die Liebe in den Zeiten der Cholera (Gabriel García Márquez) .

Von der Musik, passt eigentlich alles, was einem gefällt. Heavy Metal ist wahrscheinlich nicht wirklich hygge, aber sonst, wie gesagt, alles was man gern hört. Eine gute Wahl werden eben skandinavische Sänger und Bands, zum Beispiel „Our brocken Garden“.
TV gucken kann man natürlich auch, oder noch besserer einen guten Film aus dem Netz oder auf DVD. Sehr passend sind „Soul Kitchen“(2009), „Nichts als Geschpenster“(2006), „Only lovers left alive“(2013) nur ein Paar zu nennen.

Also viel Spaß!

Hallo! Wir haben gerade ein kleines Projekt gestartet. Es heißt „12catsbar“, also „12katzenbar“ und hier geht es um die Menschen, vor allem Frauen. Wieso denn Katzen? Weil wir glauben, dass jede Frau eine Katzenseele hat.
Durch unsere Skizzen haben wir versucht möglichst unterschiedliche Frauen zu zeigen, darunter sind nur wenige ideal. Also Fotoshop, kaschierte Bilder – das Ganze gibt es hier nicht. Wieso denken wir, dass unseres Blog auch einen Platz im Internet verdient hat? Es gibt unendlich viele Blogs und auch Seiten, die wirklich gut sind, aber die meiste davon sind voll verstopft mit der Werbung von luxus Kosmetik und Luxus Lebensstil. Man ist halt langsam müde davon. Die heißen sich “Inspirational Blog”, aber der Alltag bringt ja wenig Inspiration. Man fragt sich ständig auf welchem Planeten passiert das, was da beschrieben und illustriert ist.
Wir machen es anders, dachten wir, und versuchen es gerade.